Technische Universität Nürnberg stellt Planungen für erstes Gebäude vor

Nachhaltig, urban und vernetzt: Die Technische Universität hat heute Planungen für das erste Gebäude auf dem Campus, das sogenannte Verfügungsgebäude, veröffentlicht. Das Konzept des Objekts zeichnet sich durch seine nachhaltige Bauweise, die flexiblen Nutzungsmöglichkeiten sowie ein schnelles Vergabeverfahren aus.

NÜRNBERG. „Das Verfügungsgebäude ist unser Startpunkt auf dem Campus, unser Nukleus“, erläutert Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Jürgen Prömel, Gründungspräsident an der Technischen Universität Nürnberg. „Es symbolisiert den interdisziplinären Gedanken der Universität. Denn das Gebäude ist in seinen Nutzungsmöglichkeiten divers angelegt: Neben den ersten Strukturen der Departments werden hier auch Teile der Verwaltung untergebracht sein.“

Recycelter Beton und begrünte Fassaden

Laut Planungen umfasst das Verfügungsgebäude sechs Stockwerke und wird als Holzbau errichtet. Der Kern besteht aus recyceltem Beton. Durch die Bauweise hat das Gebäude einen sehr geringen Energiebedarf und erfüllt den Passivhausstandard. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt zum Teil die benötigte Energie. Zwei der Fassaden werden mit einem Rankgerüst versehen und großflächig begrünt. Der natürliche Sonnenschutz sorgt im Sommer für eine höhere Lebensqualität in den Räumen. Daneben wirkt die Verdunstungskälte der Pflanzen wie eine biologische Klimaanlage für die Umgebung und angrenzende Bebauungen.

Baubeginn erfolgt noch in diesem Jahr

Da ein Totalunternehmer den Bau ausführt, kann die Abwicklung zeitlich gestrafft und die Kostensicherheit erhöht werden. Der Bauunternehmer übernimmt nicht nur die schlüsselfertige Errichtung des Gebäudes, sondern auch die gesamte Objektplanung – vom Entwurf bis zur Ausführung. Der Baubeginn des Gebäudes ist ab August 2022 geplant, die Fertigstellung und der Bezug sollen Ende 2023 erfolgen.

Flexible Gebäudenutzung vorgesehen

Das erste Gebäude auf dem Campus der TU Nürnberg beziehen vorrangig das Gründungspräsidium sowie die Chairs der Departments mit ihren Leitungsstäben. Darüber hinaus werden Teile der Verwaltung und verschiedene zentrale Einrichtungen hier untergebracht sein. Mit einer Nutzfläche von rund 2.500 qm bietet das Gebäude Platz für bis zu 120 Personen. Neben Arbeitsbereichen wird es auch erste Seminarräume geben. Statt klassischer Zellenbüros sollen im Gebäude sogenannte „Open Space“-Flächen entstehen, um den Teamzusammenhalt und die Kommunikation zu fördern. Außerdem können diese Bereiche flexibel verwendet und situativ an die gewünschte Nutzung angepasst werden. Für konzentriertes Arbeiten oder Arbeiten in Gruppen wird es auch weiterhin einzelne Räume geben.

Nachhaltigkeit im Fokus

In der Konzeption aller Bauten auf dem Gelände wird besonderer Wert auf die Nachhaltigkeit gelegt. Ziel ist es, einen Campus zu errichten, der sich überwiegend selbst und mit erneuerbaren Energien versorgt. Bei den Baustoffen finden vorrangig ökologische Materialien wie zum Beispiel Holzbauelemente Verwendung. Zudem werden die Gebäude so entwickelt, dass eine hohe Flexibilität hinsichtlich künftiger Nutzungen besteht. Auch Natur- und Artenschutz sowie der Erhalt wertvoller Grünelemente spielen bei der Campusplanung und -errichtung eine entscheidende Rolle.

 

Bildmaterial:

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Foto (Gustav Epple Bauunternehmung GmbH & a+r Architekten GmbH): Das Verfügungsgebäude wird der erste Bau auf dem Campus der TU Nürnberg sein. Der sechsstöckige Holzbau zeichnet sich unter anderem durch seinen Kern aus recyceltem Beton und begrünte Fassaden aus.

 

Ansprechpartnerin:

Konstanze Schön

Kommunikation

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Über die Technische Universität Nürnberg

Die Technische Universität Nürnberg wurde am 1. Januar 2021 gegründet. Sie ist die erste Neugründung einer staatlichen Universität in Bayern seit 1978. Mit einem konsequent interdisziplinären Ansatz, einem innovativen Fächerspektrum, neuen Lehrmethoden und einer zukunftsweisenden Organisationsstruktur soll eine Universität mit Modellcharakter in Lehre und Forschung entstehen. Geplant ist eine Universität, die international, interdisziplinär und digital ausgerichtet ist. Im Endausbau sollen rund 6.000 junge Menschen auf einem urbanen, in die umliegenden Stadtviertel vernetzten Campus studieren.